Diesen Monat für Sie entworfen:

Benedikt Glück
Wirtschaftsingenieur
benedikt.glueck@dr-schauer.de

 

 

Florian Bumberger
Wirtschaftsfachwirt
Bankkaufmann
florian.bumberger@dr-schauer.de

 

 

Nicole Kaminski
Bankkauffrau
nicole.kaminski@dr-schauer.de

 

 

 

 


 

Wir befinden uns im Jahr 1351, ein Jahr nachdem Murnau von Ludwig dem Brandenburger das Recht auf den Wochenmarkt bestätigt bekommen hat. Es ist ein heißer Mittwochnachmittag und zahlreiche Menschen drängen sich zwischen einzelnen Marktständen. Unterschiedlichste Waren werden feilgeboten, von Reliquien über Gemüse bis hin zu lebenden Tieren.

Ein ortsansässiger Bader hat beschlossen, ein Ferkel für das Hochzeitsfest seiner Tochter zu erwerben, und verhandelt mit einem Viehhändler über den Preis. Es wird sich schließlich auf 14 Schillinge geeinigt. Während der Bader das Geld aus einem unter der Kleidung versteckten Beutel hervorkramt, weiß der Lehrling des Viehhändlers genau, was er zu tun hat.

Er nimmt einen Leinensack, geht in Richtung Schweinepferch und tut, als würde er das ausgesuchte Tier einfangen. Der Viehhändler verstellt dem Bader gekonnt die Sicht und verwickelt diesen scheinbar beiläufig in ein Gespräch über die neuesten Gerüchte zur Affäre des Erzbischofs mit der Schwester der Königin.

Der Lehrling öffnet flink eine Truhe im inneren des Schweinepferchs, greift nach einem dicken Kater und lässt diesen im Sack verschwinden. Mit einem Grinsen übergibt er den Sack an den Bader. Genau in diesem Moment ertönt über dem Marktplatz ein lautes HAAAAALLLLTTTTTT.

Der Viehhändler erkennt die Stimme, und ihm schwant Schlimmes. Denn der Ruf kam von einem Beamten der örtlichen Marktaufsicht, dem sogenannten Beschauer, oder, wie er der Einfachheit halber von allen genannt wurde: Dem Schauer. Und dieser war bereits mit forschen Schritten in Richtung des Viehhändlers unterwegs.

Die anderen Marktteilnehmer hielten allesamt in ihrem Treiben innen und bildeten angesichts der beeindruckenden Erscheinung des Schauers eine kleine Gasse. Am Stand angekommen nahm er dem Bader den Sack aus den Händen, öffnete ihn und hielt triumphal die Katze in die Luft. Mit lauter Stimme und an die gesamte Marktgemeinde gewandt verkündete er: „Solange ich hier die Aufsicht habe, wird niemandem die Katze im Sack verkauft!!“

Heute, unzählige Generationen später, hat sich am Grundsätzlichen nichts geändert. Die Menschen treiben Handel, machen Geschäfte und nach wie vor wird leider viel zu häufig versucht, dem anderen die Katze im Sack zu verkaufen. Die Katze kann dabei für unterschiedlichste Handelsgegenstände stehen (bzw. diese ersetzen):

Gegenstand des Handels Katze
Guter Gebrauchtwagen mit wenigen Kilometern Tachomanipuliertes Altfahrzeug
Gepflegte Immobilie Immobilie mit Wasserschaden und Nachbarschaftsstreit
Preisgünstige Qualitätskamera Fake-Ebay-Account/Produkt
Gepflegtes Strandhotel Kakerlaken-verseuchte Bruchbude
Solides Unternehmen Nicht übertragbares Geschäftsmodell mit frisierten Kennzahlen und miserabler Umsatzprognose

 

Natürlich können wir Sie nicht bei jedem Geschäft begleiten. Sollte es sich jedoch um den Kauf oder Verkauf eines Unternehmens handeln, sind wir die richtigen Ansprechpartner.

Dabei sehen wir unseren Auftrag durchaus in der vorstehenden Geschichte begründet: Wir sorgen dafür, dass Sie nicht die Katze im Sack kaufen. Denn heutzutage befinden sich, für den Käufer meist nicht ersichtlich, oftmals auch noch ganz andere Sachen in diesem Sack: Steuer- und Rechtsrisiken, internationale Marktentwicklungen, unbekannte Risiken usw.

Es handelt sich also meist nicht nur um eine potentielle Katze, sondern mindestens um zwei, wenn nicht gleich mehrere, ein ganzes Rudel gar! Hier ist interdisziplinäres Expertenwissen unumgänglich. Dazu gehören beispielsweise:

  • Fundierte Vertragsprüfungen
  • Umfassende Due-Diligence-Prüfungen
  • Detaillierte Prüfung der Unternehmenskennzahlen
  • Finanz- und Liquiditätsplanungen inkl. einer fundierten Steuerplanung
  • Darlehensplanungen unter Einbezug privater Rahmenbedingungen (Hauskauf, Privatentnahmen, etc.)

Heute ist es wichtiger denn je, dass jemand einen Blick in den Sack wirft und genau beurteilen kann, ob es sich um eine (mehrere) Katze(n) handelt oder nicht. Und nach wie vor werden wir hier unserem Namen gerecht.

Ihre Kanzlei Dr. Schauer