Diesen Monat für Sie entworfen:

Dipl.-Kfm.
Ralf Erich Schauer
Steuerberater, Partner
Fachberater für den Heilberufebereich (IFU/ISM gGmbH)
dr.schauer@dr-schauer.de

 

 

 


 

Kinder zu erziehen ist teuer genug!

Wir verraten Ihnen, wie Sie selbst Oma und Opa von der Steuer absetzen können und mit welchen einfachen Tipps Sie genug Geld für den nächsten Urlaub sparen.

 

1) Heiraten Sie!

Ehepaare und eingetragene Lebenspartnerschaften fallen so automatisch in eine günstigere Steuerklasse

2) Wechseln Sie die Steuerklasse vor der Geburt Ihres Kindes

Die Höhe des Elterngeldes nach der Geburt richtet sich nach dem letzten Nettoverdienst desjenigen, der das Elterngeld beantragt. Der Partner, der also daheim bleibt, sollte mindestens sieben Monate vor der Geburt in eine günstigere Steuerklasse wechseln.

3)  Alleinerziehend? Beantragen Sie den Entlastungsbetrag

Alleinerziehende haben keinen Partner, mit dem Sie sich Ihr Einkommen steuertechnisch teilen können. Aber auch für Sie gibt es Tricks. Einer davon ist der genannte Entlastungsbetrag. Das ist ein zusätzlicher Steuerfreibetrag von 1.908 Euro pro Jahr für das erste Kind plus je 240 Euro für jedes weitere Kind. Anspruch darauf haben Sie aber nur, wenn Sie zuvor in die Steuerklasse II wechseln.

4)  Teilen Sie Ihre Kinder unter sich auf

Bei Patchwork-Familien, also Familien, bei denen beide Partner Kinder aus früheren Zeiten mitbringen, ist es möglich, die Kinder unter beiden Partnern so aufzuteilen, dass das Kindergeld maximiert wird.

5)  Lassen Sie den Staat für die Kinderbetreuung zahlen

Kindergarten, Schulfahrten und Babysitter kosten viel Geld. Zwei Drittel der Kosten für derartige Betreuungsangebote können Sie als Sonderausgaben in der Steuerklärung angeben. Sie werden dann von Ihrem zu versteuernden Einkommen abgezogen.  Die Obergrenze liegt allerdings bei 4.000 Euro pro Kind und Jahr und außerdem nur für Kinder bis 14 Jahre.

6)  Oma und Opa als Babysitter

Kümmern sich Oma, Opa oder die Nachbarin gegen Bezahlung um die Kinderbetreuung, können Sie diese Kosten von der Steuer absetzen. Damit der Staat Ihnen davon zwei Drittel aus Sonderausgaben anerkennt, müssen Sie die Zahlungen aber nachweisen – also Oma nicht bar bezahlen – und eine Betreuungsvereinbarung vorlegen.

7)  Nutzen Sie den Bonus für Putzfrauen und Gärtner

Neben Babysittern lassen sich auch die Kosten für andere „haushaltsnahe Dienstleistungen“ nutzen. Dazu zählen etwa Putzfrauen, Au-Pairs, Pflegedienste und Gärtner. Bei Mietern kommen noch Kosten für den Hausmeister, Schornsteinfeger und Winterdienst hinzu.

8)  Machen Sie die Nachhilfe für Ihre Kinder geltend

Der Staat beteiligt sich sogar an den Nachhilfestunden für Ihre Kinder – allerdings nur in zwei Sonderfällen: Entweder eines Ihrer Kinder ist Legastheniker und braucht deswegen spezielle Hilfe oder Sie sind aus beruflichen Gründen umgezogen und Ihre Kinder haben nun deswegen in der neuen Schule Probleme.

9)  Kassieren Sie Kindergeld, bis Ihre Kinder 25 Jahre alt sind

Kindergeld gibt es auch, wenn Ihre Kinder längst erwachsen sind. Die Bedingung ist, dass sie entweder studieren, eine Ausbildung machen oder beides in einem dualen Studium kombinieren. Eine Ausnahme gilt, wenn Ihr Kind bereits die zweite Ausbildung macht. Dann gibt es nur Kindergeld, wenn es in seinem Job weniger als 20 Stunden pro Woche arbeitet.

10)  Unterstützen Sie auch Ihre erwachsenen Kinder noch

Selbst wenn Ihr Kind schon älter als 25 Jahre ist, lässt sich noch Geld vom Staat herausholen. Voraussetzung dafür ist, dass Sie Ihr Kind weiterhin finanziell unterstützen und es selber nur ein geringes Einkommen hat.