Diesen Monat für Sie entworfen:

Sebastian Haidn
Key Account Manager Digitalisierung
Sebastian.Haidn@dr-schauer.de

 

 

 

 


Handlungsbedarf im Onlinebanking/ DATEV Unternehmen online

PSD2- seit Monaten hört und liest man das immer wieder, doch was heißt und – viel wichtiger- was bedeutet es eigentlich?

Auch wenn man vielleicht erst einmal an eine Figur aus einer bekannten Weltraum-Science-Fiction-Reihe denkt, so ist PSD2 lediglich die Abkürzung für „Payment Services Directive 2“. Diese steht auf Deutsch für „Zweite Zahlungsdiensterichtlinie (EU) 2015/2366“ und ist laut Wikipedia „…eine EU-Richtlinie der Europäischen Kommission im Zahlungsdiensterecht zur Regulierung von Zahlungsdiensten und Zahlungsdienstleistern in der gesamten Europäischen Union (EU) und dem Europäischen Wirtschaftsraum (EWR).“

Neben der Regulierung des Zugriffs von Zahlungsdienstleistern auf Kundenkonten sowie höheren Ansprüchen hinsichtlich der Verschlüsselung regelt diese u.a. die Anforderungen an die verwendeten Sicherheitsverfahren. Hierbei geht es vor allem um die „Starke Authentifizierung“ im Rahmen des Kontenzugriffs. Für die Kontoumsatzabfrage per Drittanbieter (DATEV Unternehmen online) bedeutet das, dass künftig spätestens alle 90 Tage eine TAN erforderlich sein wird, wobei der Zeitraum für die starke Authentifizierung von Bank zu Bank individuell festgelegt werden kann. Um die darüber hinaus geforderten Sicherheits- und Verschlüsselungsstandards gewährleisten zu können, wird der Zahlungsverkehr in Unternehmen online künftig über die finAPI GmbH abgewickelt werden. Hierfür ist es erforderlich den Zugang einmalig zu migrieren und zu aktivieren. Eine Schritt-für-Schritt Anleitung finden Sie hier: LexInform Dokument Nr. 1004177

Leider kommt es im Zuge der Umstellung auf das PSD2 Verfahren zu Einschränkungen hinsichtlich des Nutzungsumfangs im Onlinebanking, diese variieren jedoch stark und sind von Bank zu Bank unterschiedlich. Generell gilt: gemäß ZAG/PSD2 muss die Bank den Leistungsumfang über die XS2A-Schnittstelle anbieten, den sie ab 14.09.2019 auch in ihrem Onlinebanking-Portal anbietet.

Mit welchen Einschränkungen konkret zu rechnen ist, kann Ihnen letztlich nur Ihr Bankberater sagen, eine erste Übersicht stellen wir Ihnen jedoch gerne hier zur Verfügung:

Allgemein

https://www.datev.de/web/de/top-themen/steuerberater/weitere-themen/eu-zahlungsdiensterichtlinie-psd2/neues-hbci-verfahren-bankenabhaengiger-funktionsumfang/

 

Übersicht

https://www.datev.de/web/de/media/datev_de/pdf/sonstige_pdfs/banken_uebersicht.pdf

 

HypoVereinsbank

https://www.hypovereinsbank.de/hvb/services/digitales-banking/psd2/open-banking.jsp#parsys_accordion

 

ApoBank

https://www.apobank.de/footer/sicherheit/sicherheitshinweise/PSD2.html

 

Als Alternative zu obigem TAN-Verfahren steht Ihnen in DATEV Unternehmen online noch die Variante der Zahlungsfreigabe per EBCIS zur Verfügung. In diesem Falle bleibt der Funktionsumfang auf allen Ebenen unverändert erhalten.

Sollten Sie noch Fragen haben, so stehen wir Ihnen selbstverständlich gerne zur Verfügung

 

 

 

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