Diesen Monat für Sie entworfen:

Benedikt Glück
Wirtschaftsingenieur
benedikt.glueck@dr-schauer.de

 

 

Florian Bumberger
Wirtschaftsfachwirt
Bankkaufmann
florian.bumberger@dr-schauer.de

 

Andreas Koller
Master of Science
andreas.koller@dr-schauer.de

 

 

Nicole Kaminski
Bankkauffrau
nicole.kaminski@dr-schauer.de

 

 

 

 


Gefährliches Halbwissen

Stellen Sie sich vor, Sie planen eine Reise: Australien. Sie informieren sich umfassend über Impfungen und Reiserisiken. Sie wissen, dass es dort viele giftige und gefährliche Tiere gibt: Krokodile, Haie, Spinnen, Skorpione, Quallen, Schlangen. Dort angekommen fühlen Sie sich gut vorbereitet. Im Northern Territory vermeiden Sie trotz stechender Hitze den Sprung in einen einladenden kleinen See, um nicht zur Mittagsmahlzeit eines Krokodils zu werden. Auf einer Wanderung durch das Outback halten Sie stets die Augen offen, um nicht versehentlich auf eine „Brown Snake“ zu treten. Gewissenhaft klopfen Sie jeden Morgen nach dem Aufstehen Schuhe und Kleider aus, in denen sich Spinnen und Skorpione gerne einquartieren. An der Westküste kommen Sie bei einem Tauchgang aus einem sicheren Käfig heraus mit weißen Haien hautnah in Berührung. Kurzum, Sie erleben eine wunderschöne Reise, bei der alles gut verläuft. Bis zu Ihrem letzten Tag vor dem Rückflug nach Deutschland. An einem Strand nahe des Great Barrier Reefs wollen Sie noch ein paar Andenken sammeln. Und so heben Sie eine kleine, unscheinbare, wunderschöne Muschel auf. Fünf Minuten später sind Sie tot. Todesursache: Gefährliches Halbwissen! Sie hatten sich, zumindest Ihrer Meinung nach, doch eigentlich auf alle Risiken vorbereitet. Aber eben nur eigentlich. Denn was Sie nicht wussten, war, dass es sich bei der kleinen, unscheinbaren, wunderschönen Muschel um eine Kegelmuschel handelte. Diese wiederum wird meist von einer Schnecke mit dem treffenden Namen „Kegelschnecke“ bewohnt, einem reinen Fleischfresser. Als Schnecke ist dieses Tier naturgemäß sehr sehr langsam. Um jedoch wesentlich schnellere Beutetiere zu erlegen (z. B. Fische), hat die Schnecke eines der stärksten Gifte entwickelt, die es im Tierreich gibt. Das Gift wird mittels Pfeilschuss in das Opfer injiziert. In diesem Fall in Ihren rechten Daumen.

Was lehrt uns diese Geschichte? Dass Halbwissen sehr gefährlich werden kann, vor allem deshalb, weil wir uns in einer Scheinsicherheit wiegen und potentielle Risiken einfach ausgeblendet werden. Dies gilt natürlich nicht nur für eine Australienreise, sondern auch für unsere wirtschaftliche Existenz. Ein kleiner Nebensatz in einem Vertrag, eine Nachlässigkeit bei einem Formular (vgl. Selbstanzeige Uli Hoeneß), sich ändernde steuerliche Rahmenbedingungen (z. B. Abschreibungen), die gewerbliche Abfärbung (z. B. bei Immobilienbesitz), ein Fehler bei der Kalkulation des Rohertrags (z. B. fehlerhafte Prozentrechnung), eine Nachlässigkeit bei der Rechnungsstellung (z. B. Umsatzsteuerausweis),…, kann sehr schnell zu einer existenziellen Bedrohung werden. Ein „ich denke“ oder „ich glaube“ ist kein „ich weiß“! Und noch viel wichtiger: Es gibt zahlreiche entscheidende Punkte, an die Sie nicht einmal denken.

Natürlich weiß auch in unserer Kanzlei nicht jeder Mitarbeiter alles. Wir haben es jedoch geschafft, interdisziplinäre Teams und einzigartige Kommunikationsstrukturen zu formen, die es uns erlauben, komplexe Sachverhalte aus unterschiedlichen Perspektiven zu durchleuchten. Somit können wir Ihnen ein „Ganzwissen“ im Rahmen all unserer Beratungsleistungen bieten, das aus herausragendem betriebswirtschaftlichen, rechtlichen und steuerrechtlichen KnowHow besteht – gepaart mit jahrzehntelanger Erfahrung. So wird beispielsweise bei betriebswirtschaftlichen Planungen grundsätzlich ein Steuerberater und ein Rechtsanwalt hinzugezogen, um ideale Lösungsvorschläge sowie maximale Beratungsqualität zu garantieren. So können Sie sich ganz auf Ihr Kerngeschäft konzentrieren.

Wir sind diejenigen, die Sie bei Ihrer Reise begleiten, am Strand neben Ihnen gehen und Ihre Hand beim Griff nach der hübschen kleinen Muschel zurückhalten.