Digitalisierungs-Vorhaben in Zahnarztpraxen können förderfähig sein. Dafür gibt es zurzeit bundesweit drei Programme, von denen zwei als Zuschuss und eines als Kredit aufgelegt sind.

Die digitale Zahnarztpraxis der Zukunft ist komplett internetfähig und arbeitet rundum vernetzt mit Patienten, Lieferanten und Krankenkassen. Instrumente zur Diagnostik, Befundung und Therapie sind digitalisiert, Röntgenaufnahmen lassen sich digital ins System integrieren und stehen in kurzer Zeit am Behandlungsstuhl zur Verfügung.

Die Abdruckabnahme zur Herstellung von Zahnersatz erfolgt per intraoralem Scan, wobei die erfassten Daten direkt ins Labor übermittelt werden. Per Funktionsanalyse auf Basis von CAD/CAM wird der Zahnersatz perfekt und ästhetisch hochwertig passgenau angefertigt.

Auch die Patientenakte ist voll digital im System abgespeichert. Termine werden sofort digital erfasst, Leistungen lassen sich direkt zuordnen und abrechnen. Das papierlose Büro ist Wirklichkeit geworden und ermöglicht es der Verwaltungskraft, tageweise im Homeoffice zu arbeiten.

Dies ist erst der Anfang der Entwicklung. Wer sich auf die wachsenden Anforderungen des digitalen Wandels vorbereitet, wird von reibungslosen Workflows und effizienten Prozessen profitieren. Die anstehenden Schritte lassen sich ohne externe Unterstützung praktisch aber kaum umsetzen. Es ist deshalb ratsam, sich intensiv fachlich beraten zu lassen. Mit einem Experten lässt sich ein Konzept entwickeln, mit dem die Digitalisierung Ihrer Zahnarztpraxis kontrolliert und v. a. auch finanziell planbar abläuft.

go – digital – Zuschuss

Mit dem bundesweiten go-digital-Programm können sich Zahnarztpraxen Fachexpertise in die Praxis holen (www.innovation-beratung-foerderung.de). Der Zuschuss bezieht sich auf Beratungsleistungen rund um die Module „Digitalisierte Geschäftsprozesse“, „Digitale Markterschließung“ und „IT-Sicherheit“. Die Einführung onlinebasierter Terminvergaben, die Umsetzung sicherheitsrelevanter Maßnahmen im Rahmen der digitalen Infrastruktur und die Vernetzung oder die Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit über das Internet sind nur drei Vorhaben, die über go-digital bezuschusst werden können.

go – Inno – Zuschuss

Auch die go-Inno-Gutscheine des Bundes zielen darauf ab, Zahnarztpraxen durch Beratungsleistungen zu unterstützen und die Innovationskompetenz zu steigern (www.innovation-beratung-foerderung.de). Sie erhalten Unterstützung von Beratern, um innovative Projekte auf den Weg zu bringen – sei es bei vertraglichen Vereinbarungen, beim administrativen Projekt-Controlling oder bei der Einordnung des Projekts hinsichtlich der Förderfähigkeit. Der Zuschuss ist ebenfalls nutzbar, wenn Sie herausfinden wollen, welches Innovationspotenzial in Ihrer Praxis liegt. Sie können dabei ein Konzept entwickeln und die daraus folgenden praktischen Schritte erarbeiten.

Im Prinzip folgt jede Beratung einem Drei-Schritte-Plan:

  • Zuerst wird der Status quo der Zahnarztpraxis festgestellt.
  • Dann werden Entwicklungspotenziale identifiziert.
  • Zuletzt wird ein Realisierungskonzept mit Handlungsempfehlungen erarbeitet.

ERP-Digitalisierungs- und Innovationskredit der KfW-Bank

Um Vorhaben im Bereich der Digitalisierung oder Innovation vom bloßen Konzept in die Realität zu transportieren, ist auch der ERP-Digitalisierungs- und Innovationskredit der KfW-Bank besonders interessant. Dieser Kredit wird (in Höhe von 25.000 bis 25 Mio. Euro) gewährt, wenn Sie in den Förderbereichen Produktion und Verfahren, Produkte oder Strategie und Organisation investieren. Dahinter verbergen sich u. a. folgende Maßnahmen aus dem Bereich der Digitalisierung:

 

  • Entwicklung einer Strategie zur Digitalisierung
  • Betriebliche Weiterbildungsbildungsmaßnahmen im Bereich der Digitalisierung
  • Integration von Customer-Relationship-Management- (CRM-) System
  • Integration digitaler Workflows mit Lieferanten oder Kunden
  • Verbesserung der Usability auf der Website

 

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