Diesen Monat für Sie entworfen:

 

Benedikt Glück
Wirtschaftsingenieur
benedikt.glueck@dr-schauer.de

 

 

Florian Bumberger
Wirtschaftsfachwirt
Bankkaufmann
florian.bumberger@dr-schauer.de

 

Melanie Knöpfle
Bachelor of Arts in Business
Bankkauffrau

 

 

Nicole Kaminski
Bankkauffrau
nicole.kaminski@dr-schauer.de

 

 

 

 


Wer organisiert eigentlich den Markt? Nicht den Wochenmarkt in Murnau, das wäre noch relativ überschaubar, sondern vielmehr internationale Märkte. Den Finanzmarkt, den Rohstoffmarkt, den Markt für Früchte… Einen solchen Markt aktiv zu organisieren, grenzt an Unmöglichkeit (zumindest aus heutiger Sicht). Es wurde durchaus versucht: Die zentrale Marktwirtschaft ist nur ein Beispiel. So mancher wartet noch heute auf seinen Trabbi. Dass unsere heutigen „Märkte“ funktionieren (zumindest teilweise), ist unbestreitbar, und in jedem Fall (zumindest hinsichtlich der Verfügbarkeit von Waren und Dienstleistungen) besser als andere „Experimente“. Ganz ohne ein Zentralkomitee oder andere Organisationsformen – wie von Zauberhand sozusagen. Der Philosoph und Ökonom Adam Smith hat dafür einen Begriff geprägt: Die unsichtbare Hand des Marktes.

Demnach regelt sich ein Markt entsprechend Angebot und Nachfrage selbst. Zudem wurde unterstellt, dass sich alle Marktteilnehmer rational verhalten, wobei rational bedeutet, nach maximalem Gewinn zu streben. Dies, so die Theorie, würde dafür sorgen, dass der Wohlstand aller ansteigt. Wenn Sie sich in dem Zimmer, in dem Sie sitzen während Sie diesen Text lesen, etwas umschauen, werden Sie feststellen, dass diese Theorie durchaus auch in der Praxis funktioniert. Denn viele Produkte würde es ansonsten ggf. gar nicht geben. Es gibt aber durchaus Grenzen.

Einmal dann, wenn das Gewinnstreben Einzelner (Unternehmen) so weit geht, dass diese versuchen, sich aktiv am Gemeinwohl zu bereichern. Fraglich ist hier beispielsweise das Ausschütten einer großzügigen Dividende an BMW Anteilseigner, während ein Großteil der Belegschaft Corona-bedingt in Kurzarbeit ist. Ein solches Handeln schafft ein grundsätzliches Misstrauen und senkt auch die allgemeine Bereitschaft, sich am Gemeinwohl zu beteiligen. Zudem haben Regierungen gelernt (manche verlern(t)en es wieder), dass in vielen Bereichen eine zumindest teilweise Regulierung notwendig ist, um die Allgemeinheit vor dem Verhalten einzelner zu schützen (z. B. Finanzmarkt).

Und ganz grundsätzlich stellt sich die Frage, wann sich Marktteilnehmer tatsächlich rational (entsprechend vorstehender Definition) verhalten. Denn oft ist die Gewinnmaximierung nicht das primäre Ziel, sondern wenn überhaupt, Mittel zum Zweck. Menschen sind Gefühlswesen. Wenn wir rein rational handeln würden, könnten wir die Bundestagswahl einem (wissenschaftlichen) Expertengremium überlassen, das in jedem Fall noch viel rationaler entscheiden kann wie der „Durchschnittsbürger“. Hier kommen Wirtschaftstheorie und Betriebswirtschaftslehre also an ihre Grenzen.

Und genau das ist der Punkt, an dem eine persönliche und individuelle Beratung beginnt. Bei Ihren Vorhaben stehen meist eine Vielzahl an Überlegungen, Zielen und Wünschen im Raum. Fragen Sie sich selbst einmal kurz, weshalb Sie „das alles“ machen? Da werden viele vor einem leeren Blatt sitzen und bestimmt nicht als ersten Punkt „Streben nach Gewinnmaximierung“ festhalten. Und Sie können sich sicher sein: Für Sie persönlich wird keine unsichtbare Hand kommen und alles nach Ihren Wünschen arrangieren. Stattdessen möchten wir gemeinsam mit Ihnen die bestmögliche Lösung erarbeiten. Diese Lösung muss natürlich einen guten Gewinn für Sie generieren, aber gleichzeitig auch Ihre persönlichen Wünsche und Vorstellungen widerspiegeln. Wir haben unsere Arbeit dann gut gemacht, wenn am Ende ein Ergebnis steht, das alles vereint. Eine professionelle (Finanz-)Planung – und ein gutes Gefühl.