Sehr geehrte Damen und Herren,

seit dem 01.08.2021 ist das Transparenzregister, in dem die wirtschaftlich Berechtigten von Unternehmen erfasst werden, ein sogenanntes Vollregister. Das heißt, anders als bislang ist es für die Erfüllung von Meldepflichtigen zukünftig nicht mehr möglich, auf Daten in anderen Registern, z.B. dem Handelsregister, zu verweisen. Hier galt bis dato eine sogenannte Mitteilungsfunktion, so dass viele Unternehmen keine aktive Meldung an das Transparenzregister durchführen mussten, da die wirtschaftlich Berechtigten bereits aus anderen Registern ersichtlich waren.

Diese Mitteilungsfiktion ist jedoch zum 01.08.2021 durch das Transparenzregister- und Finanzinformationsgesetz (TraFinG) ersatzlos weggefallen. Somit müssen nun nahezu alle juristischen Personen und Gesellschaften ihre wirtschaftlich Berechtigten dem Transparenzregister mitteilen. Ausgenommen sind lediglich Gesellschaften bürgerlichen Rechts (GbRs und Berufsausübungsgemeinschaften). Ferner sind auch Freiberufler und Einzelgewerbetreibende ebenfalls davon ausgenommen.

Die Größe der Gesellschaften spielt dabei keine Rolle. Sowohl börsennotierte Aktiengesellschaften als auch kleine „Ein-Personen-GmbH´s“ sind zur Mitteilung an das Transparenzregister verpflichtet.

Grundsätzlich sind nur Unternehmen mit Sitz in Deutschland meldepflichtig. Neu ist auch, dass nun auch ausländische Unternehmen meldepflichtig werden, wenn sie Anteile an einer Gesellschaft erwerben, die über inländischen Grundbesitz verfügt (sogenannten „Share Deals“) und sie nicht in einem Transparenzregister eines anderen EU Mitgliedstaats eingetragen ist. Bisher waren nur Fälle erfasst, bei denen ausländische Gesellschaften unmittelbar Eigentum an einem inländischen Grundstück erwarben (sogenannte „Asset Deals“) und sie nicht in einem Transparenzregister eines anderen EU – Mitgliedstaats eingetragen waren.

Für eingetragene Vereine gilt die Sonderregelung, dass die im Vereinsregister hinterlegten Daten automatisch in das Transparenzregister übertragen werden. Eingetragene Vereine müssen also im Regelfall keine Mitteilung an das Transparenzregister machen.

Für Gesellschaften bzw. Vereinigungen, die aufgrund der Gesetzesänderung erstmals meldepflichtig werden, gelten folgende Übergangsfristen, innerhalb derer die Mitteilung der/des wirtschaftlich Berechtigten an das Transparenzregister erfolgen muss:

🔸03.2022 bei Aktiengesellschaft (AG), Kommanditgesellschaft auf Aktien (KGaA) und Societas Europea (SE),

🔸06.2022 bei Gesellschaften mit beschränkter Haftung (UG, GmbH), Genossenschaften und Partnerschaftsgesellschaften,

🔸12.2022 bei allen anderen transparenzpflichtigen Gesellschaften, z.B. OHG, KG und GmbH & Co. KG.

Trotz der großzügig erscheinenden Fristen ist allen betroffenen Unternehmen dringend zu empfehlen, das Thema Transparenzregister frühzeitig anzugehen. Bei Meldeverstößen drohen empfindliche Bußgelder. Bitte beachten Sie auch, dass die Verantwortung für die Eintragung bei der Geschäftsführung des betroffenen Unternehmens liegt.

Sie hat die notwendigen Informationen sowie etwaige Änderungen zu ermitteln und an das Transparenzregister zu übermitteln. Bei Trusts, nicht rechtsfähigen Stiftungen und bestimmten Rechtsgestaltungen haben die Verwalter bzw. Treuhänder diese Aufgaben zu erfüllen.

Die Meldung zum Transparenzregister erfolgt rein elektronisch über die vom Bundesanzeiger-Verlag betriebene Plattform www.transparenzregister.de.
Dort sind auch die Details zum Prozedere dargestellt.

Gerne stehen wir Ihnen jederzeit für weitergehende Fragen zu diesem Thema zur Verfügung, wenden Sie sich hierfür gerne und jederzeit an uns! Über unsere Zentrale, Tel. 08841 – 676970 wird Ihr Anliegen direkt an unsere Expertinnen und Experten weitergegeben.

Sprechen Sie uns gerne an und – bleiben Sie gesund!

Sehr geehrte Damen und Herren,

mit dem hier nochmals beigefügten Newsletter haben wir Sie bereits über die Thematik des ab 2022 verpflichtenden Arbeitgeberzuschusses bei einer bAV durch Entgeltumwandlung informiert.

Nun hatten wir jüngst Gelegenheit, uns über diesen Bereich mit einer großen deutschen Versicherung auszutauschen, da einige Punkte noch nicht geklärt sind. Die Ergebnisse möchten wir Ihnen natürlich nicht vorenthalten.

Hinsichtlich der Möglichkeiten, wie der Zuschuss (zukünftig) berücksichtigt werden kann, verweisen wir zur Vermeidung von Wiederholungen zunächst auf den beigefügten Newsletter.

Wichtig ist ergänzend jedenfalls aus Sicht der Versicherung:
Die Verantwortung etwaiger Änderungen der Verträge zwischen Ihnen und Ihren Mitarbeitern und der Versicherungsgesellschaft liegt – nach ausdrücklichem Hinweis der Versicherung – alleine bei Ihnen/Ihren Mitarbeitern.

Entsprechende Informationen sollen Ihnen und Ihren Mitarbeitern durch die Versicherungen nun auch in der nächsten Zeit zugehen.

Aufgrund dessen bitten wir Sie um Verständnis, dass uns in diesem Zusammenhang leider nur ein eingeschränkter Unterstützungsrahmen zur Verfügung gestellt wird. Sofern uns daher keine geänderten Vertragsunterlagen Ihrerseits zur Verfügung gestellt werden, sind wir versicherungsseits verpflichtet, die bisherigen Zahlungen in der bisherigen Form weiterzuführen. Wir dürfen daher nicht den gesetzlich zu leistenden Zuschuss „irgendwie“ neu/zusätzlich berücksichtigen.

Selbstverständlich werden wir aber versuchen, Ihnen bestmöglich unter die Arme zu greifen, wenn Sie daran Bedarf haben.

Nutzen Sie daher die Zeit bis Ende des Jahres, um die entsprechenden Weichen zu stellen, sodass 2022 jedenfalls in dieser Hinsicht mit einem vielleicht schon erfülltem Vorsatz beginnen kann – und mit dem Vermeiden einer etwaigen Nachhaftung für Sie als Arbeitgeber.

Gerne stehen wir Ihnen jederzeit für weitergehende Fragen zu diesem Thema zur Verfügung, wenden Sie sich hierfür gerne und jederzeit an uns! Über unsere Zentrale,
Tel. 08841 – 676970 wird Ihr Anliegen direkt an unsere Expertinnen und Experten weitergegeben.

Sprechen Sie uns gerne an und – bleiben Sie gesund!

Newsletter vom 25.06.2021

 

Sehr geehrte Damen und Herren,

die Zeit rennt, auch wenn sie vielleicht gefühlt scheint stehenzubleiben, und so haben wir das Jahr 2021 bereits zu Hälfte wieder beendet. Daher wollen wir Sie hiermit auf ein Thema im Zusammenhang mit der betrieblichen Altersvorsorge (bAV) hinweisen, was noch in 2021 gemeinsam mit Ihren Arbeitnehmern in Angriff genommen werden sollte, sofern es relevant ist. Es betrifft die bAV durch Entgeltumwandlung seitens der Arbeitnehmer.

 

Hintergrund:
Der durch das Betriebsrentengesetz eingeführte verpflichtende gesetzliche Arbeitgeberzuschuss bestimmt, dass der Arbeitgeber 15 % des umgewandelten Entgelts zusätzlich als Arbeitgeberzuschuss an den Pensionsfonds, die Pensionskasse oder die Direktversicherung weiterleiten muss, soweit er durch die Entgeltumwandlung Sozialversicherungsbeiträge einspart.

Sinn und Zweck der Regelung ist es, durch die (teilweise) Weiterleitung der Sozialversicherungsersparnis des Arbeitgebers einen Ausgleich dafür zu schaffen, dass die spätere Leistung in der Sozialversicherung grundsätzlich beitragspflichtig ist.
Für Neuzusagen gilt der verpflichtende gesetzliche Arbeitgeberzuschuss schon ab 1.1.2019.

Der Gesetzgeber hat Arbeitgebern, die Zusagen vor dem 1.1.2019 erteilt haben, hierfür Zeit bis 1.1.2022 eingeräumt. Demnach gilt diese Zuschusspflicht für individual- und kollektivrechtliche Entgeltumwandlungsvereinbarungen, die vor dem 1.1.2019 geschlossen worden sind, erst ab dem 1.1.2022.

Das bedeutet, dass die Arbeitgeber noch (sehr knappe) sechs Monate Zeit haben, diese Regelung für ihre „Altfälle“ umzusetzen – ungeachtet der COVID-19-Pandemie.
Bitte planen Sie diesen Termin ein. Denn setzten Arbeitgeber die Regelung zum 1.1.2022 nicht um, kommt es zu einer defizitären Versorgung, bei der der Arbeitgeber Versorgungsleistung schuldet. D. h. es entsteht eine gesetzliche Einstandspflicht des Arbeitgebers. Diese verjährt grds. erst dreißig Jahre nach Eintritt des Versorgungsfalles.

 

Was ist nun zu veranlassen?
Wir empfehlen für die Umsetzung für bestehende Verträge die Einschaltung des zuständigen Maklers/Vermittlers, da geklärt werden muss, ob und wie der Arbeitgeberzuschuss eingedeckt werden kann. Dazu ergeben sich nach unserem (unverbindlichen) Kenntnisstand folgende Möglichkeiten:

 

1. Möglichkeit: Verpflichtender Arbeitgeberzuschuss „on top“
Arbeitgeber können den gesetzlich verpflichtenden Arbeitgeberzuschuss, z. B. als 15 %-ige Pauschale durch einen Nachtrag zur Entgeltumwandlungsvereinbarung „on top“ leisten.

Beispiel:
Der Arbeitnehmer wandelte bisher 100 Euro um. Ab 1.1.2022 muss der Arbeitgeber diesen Betrag mit 15 % (15 Euro) bezuschussen, soweit er durch die Umwandlung Sozialversicherungsbeiträge einspart. Der Beitrag erhöht sich jetzt auf 115 Euro. Es kann sinnvoll sein zu vereinbaren, dass der Zuschuss auf die gesetzliche und ggfs. tarifvertragliche Verpflichtung angerechnet wird. Das gilt insbes. bei höheren Zuschüssen als dem gesetzlichen Minimum.

Soll der Arbeitgeberzuschuss „on top“ geleistet werden, sollte weiterhin vereinbart werden, dass der Gesamtbetrag 4 % der Beitragsbemessungsgrenze (2021: 3.408 Euro p. a. / 284 Euro p. m.) nicht überschreitet. Denn ansonsten könnte der Beitrag teilweise sozialversicherungspflichtig werden. Das läuft dem Ziel entgegen, dass Beiträge steuer- und sozialversicherungsfrei eingebracht werden. Der heute sozialversicherungspflichtige Anteil würde bei GKV-Versicherten später „nochmals“ verbeitragt werden.

Beispiel:
Der Arbeitnehmer wandelte bisher 250 Euro um. Ab 1.1.2022 bezuschusst der Arbeitgeber diesen Betrag mit 15 % (37,50 Euro) pauschal. Der Beitrag erhöht sich jetzt auf 287,50 Euro und überschreitet die 4 %-Beitragsbemessungsgrenze um 3,50 Euro. Der überschießende Teil von 3,50 Euro ist sozialversicherungspflichtig. (Es sind für das Beispiel die Sozialversicherungswerte von 2021 auch für 2022 angesetzt).

 

2. Möglichkeit: Gleichbleibender Beitrag
Arbeitgeber können mit dem Arbeitnehmer einvernehmlich vereinbaren, dass die Höhe des Beitrags, der an den Versicherer abgeführt wird, beibehalten wird. Man einigt sich einvernehmlich auf eine neue Aufteilung, bei der der Arbeitgeber einen pauschalen Zuschuss von mind. 15 % beisteuert. Dadurch verringert sich der Eigenanteil des Arbeitnehmers.

Das kann besonders dann zu empfehlen sein, wenn alte Tarife nicht mehr erhöht werden können. Die Hürde liegt darin, dass das mit jedem Arbeitnehmer einzeln vereinbart werden muss und die Entgeltumwandlungsvereinbarung entsprechend abgeändert wird.

Beispiel:
Der Arbeitnehmer hatte bisher 100 Euro umgewandelt. Ab 1.1.2022 muss der Arbeitgeber diesen Betrag mit 15 % (15 Euro) bezuschussen, soweit er durch die Umwandlung Sozialversicherungsbeiträge einspart. Ab 1.1.2022 vereinbaren Arbeitgeber und Arbeitnehmer, dass der Arbeitnehmer zukünftig 86,96 Euro umwandelt und der Arbeitgeber einen Zuschuss von 13,04 Euro leistet. Sinnvoll erscheint es auch hier zu vereinbaren, dass der Arbeitgeberzuschuss ausdrücklich auf die gesetzliche bzw. gegebenenfalls tarifvertragliche Verpflichtung angerechnet wird.

 

3. Möglichkeit: Tarifvertraglicher Zuschuss
Ob und wie tarifvertraglich ein Arbeitgeberzuschuss geregelt ist, können tarifgebundene Arbeitgeber bei ihrem Arbeitgeberverband verbindlich erfragen.

 

4. Möglichkeit: Anrechnung von bestehenden Zuschüssen
Oftmals haben Arbeitgeber bereits in der Vergangenheit ihren Arbeitnehmern freiwillig Zuschüsse zukommen lassen, wenn diese Entgelt umgewandelt haben. Für solche Zuschüsse stellt sich die Frage, ob der Arbeitgeber verpflichtet ist, neben dem bisherigen freiwilligen Zuschuss auch den gesetzlichen Zuschuss zu leisten oder ob der bisher gezahlte Zuschuss mit dem gesetzlich vorgegebenen Zuschuss verrechnet werden kann. Zumindest für den Fall, dass der Arbeitgeber schon in der Vergangenheit den Zuschuss an die Sozialversicherungsersparnis geknüpft hat, kann grundsätzlich von der Möglichkeit einer Anrechnung ausgegangen werden. Die Anrechnung sollte dann durch eine eindeutige Erklärung des Arbeitgebers erfolgen. Im Einzelfall sollte dies anwaltlich überprüft werden.

 

Fazit:
Nutzen Sie als Arbeitgeber wie beschrieben zusammen mit den Arbeitnehmern und Versicherungen die verbleibende Zeit in 2021, um ihre „Altfälle“ anzupassen. Sinnvollerweise sollte auch sichergestellt werden, dass Arbeitgeber nur noch aktuelle Entgeltumwandlungsvereinbarungen mit einer gesetzeskonformen Vereinbarungen zum Arbeitgeberzuschuss nutzen.

 

Gerne stehen wir Ihnen jederzeit für weitergehende Fragen zu diesem Thema zur Verfügung, wenden Sie sich hierfür gerne und jederzeit an uns! Über unsere Zentrale, Tel. 08841 – 676970 wird Ihr Anliegen direkt an unsere Expertinnen und Experten weitergegeben.

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Newsletter vom 21.06.2021

 

Sehr geehrte Damen und Herren,

wir möchten Sie mit diesem Newsletter über aktuelle Themen im Bereich der Corona-Sonderzahlungen, der Corona-Impfungen sowie der Kurzarbeit informieren.

1. Verlängerung der steuerfreien Corona – Sonderzahlungen
Im Zuge der Corona – Krise hat der Gesetzgeber die Möglichkeit geschaffen, dass Arbeitgeber ihren Mitarbeitern eine Sonderzahlung in Höhe von bis zu 1.500,00€, den sog. „Corona- Bonus“ steuer – und sozialversicherungsfrei zuwenden können. Diese Möglichkeit war ursprünglich bis zum 31. Dezember 2020 befristet.

Später hat der Gesetzgeber diese Möglichkeit bis zum 30. Juni 2021 verlängert. Nun stimmte der Bundesrat einer zweiten Verlängerung zu und eine steuerfreie Zuwendung wird bis zum 31. März 2022 möglich sein. Allerdings kann der Freibetrag von 1.500,00€ nur einmalig und nicht in jedem Veranlagungszeitraum aufs Neue ausgeschöpft werden. Dies bedeutet, dass Arbeitgeber, die bereits 1.500,00€ bezahlt haben, keine zweite steuer- und sozialversicherungsfreie Zahlung tätigen können.

Sollte der Freibetrag in Höhe von 1.500,00€ noch nicht voll ausgeschöpft sein, weil nur ein geringerer Bonus gezahlt wurde, kann der Restbetrag bis 1.500,00 € steuer- und sozialversicherungsfrei zugewendet werden. Sollte der Arbeitgeber dem Arbeitnehmer mehr bezahlen, ist der Überschuss steuer- und sozialversicherungspflichtig. Im Übrigen gelten die Bedingungen wie gehabt, insbesondere muss die Sonderzahlung zusätzlich zum ohnehin geschuldeten Arbeitsentgelt ausbezahlt werden. Sie kann nicht statt anderweitig geschuldeten Einmalzahlungen, wie z.B. Urlaubs -oder Weihnachtsgeld, gezahlt werden.

2. Corona – Impfung – wichtige Fragen für Arbeitgeber

a) Kann der Arbeitgeber Arbeitnehmer zur Impfung verpflichten?
Für COVID-19 gibt es keine gesetzliche Impfpflicht. Arbeitnehmer müssen sich
nur impfen lassen, wenn dazu eine gesetzliche Pflicht besteht. Das gilt auch für Arztpraxen und Krankenhäuser. Der Arbeitgeber muss hier aber sicherstellen, dass nicht geimpfte Mitarbeiter kein Risiko für Patienten darstellen. Der Patientenschutz kann so zur Folge haben, dass ungeimpfte Mitarbeiter in bestimmten Bereichen nicht mehr tätig werden können.

b) Kann der Arbeitgeber vom Arbeitnehmer Informationen über den Impfstatus verlangen?
Es gibt keinen Auskunftsanspruch bzw. keine Auskunftspflicht über den persönlichen
Impfstatus. Nur in Ausnahmefällen hat der Arbeitgeber einen Anspruch auf Information, wenn er diese benötigt, um Corona-Schutzmaßnahmen für Mitarbeiter, Kunden oder Patienten ergreifen zu können. Die Frage ist jedoch nicht abschließend geklärt und wird wohl künftig auch die Arbeitsgerichte beschäftigen.

c) Sind Bonuszahlungen für Impfwillige zulässig?
Bonuszahlungen für durchgeführte Impfungen sind umstritten. Dafür spricht, dass mit der Impfprämie eine besondere Leistung des Arbeitnehmers honoriert wird, zu der er nicht verpflichtet ist. Durch die Impfung soll das Ansteckungsrisiko im Betrieb und auch bei Kundenkontakt reduziert werden. Eine Impfprämie kann daher ein aus dem Arbeitsverhältnis begründeter Anreiz für die Arbeitnehmer und ein sachlicher Grund für eine Sonderzahlung sein. Spiegelbildlich darf hierdurch keine Benachteiligung oder Maßregelung anderer Mitarbeiter entstehen. Es besteht daher ein gewisses Risiko, dass Arbeitnehmer, die sich nicht impfen lassen, einen Anspruch auf Zahlung der Impfprämie aus dem Gesichtspunkt des Gleichbehandlungsgrundsatzes geltend machen. Wie die Arbeitsgerichte hierüber im Einzelfall entscheiden werden, bleibt abzuwarten.

d) Darf der Arbeitgeber Arbeitnehmer zur Impfung verpflichten?
Es gibt keine gesetzliche Impfpflicht. Deshalb kann der Arbeitgeber auch keinen dahingehenden Druck ausüben, etwa durch Abmahnungen oder Kündigungen. Solche Maßnahmen wären rechtswidrig und Mitarbeiter könnten sich arbeitsgerichtlich dagegen zur Wehr setzen.

e) Können Mitarbeiter, die sich nicht impfen lassen, benachteiligt werden?
Auch hier gilt wieder: Es gibt keine gesetzliche Impfpflicht und deswegen kann der Arbeitgeber auch Mitarbeiter nicht benachteiligen, die sich nicht impfen lassen möchten. Es ist aber denkbar, dass der Arbeitgeber Bewerber im medizinischen Einrichtung ablehnt, die sich nicht impfen lassen wollen. Eine Differenzierung bei Gehaltserhöhungen etc. wird aber ebenfalls rechtlich nicht in zulässiger Weise möglich sein.

f) Gibt es sonst Möglichkeiten zur Differenzierung zwischen geimpften und ungeimpften Mitarbeitern?
Eine Differenzierung ist durchaus möglich. Dies schon aus dem Umstand, dass der Arbeitgeber gegenüber ungeimpften Mitarbeitern gegebenenfalls besondere Schutz-maßnahmen ergreifen muss. So können geimpfte Mitarbeiter z.B. früher aus dem Homeoffice zurückkehren oder Gemeinschaftseinrichtungen wie gewöhnlich benutzen.

3. Kurzarbeit und Corona
Die Sonderregelungen, insbesondere der vereinfachte Zugang zu Kurzarbeit für Kurzarbeitergeld wegen der Corona-Pandemie werden bis Ende September 2021 verlängert. Unternehmen können damit noch bis September leichter Kurzarbeit anmelden als vor Corona. Darüber hinaus werden Unternehmen bis Ende September 2021 weiterhin
100% der Sozialversicherungsbeiträge für die ausgefallenen Arbeitsstunden erstattet.

Es reicht zudem für die Anmeldung von Kurzarbeit weiterhin aus, wenn mindestens 10% der Beschäftigten betroffen sind und nicht wie sonst gesetzlich vorgegeben 1/3 der Beschäftigten. Aktuell erhalten Beschäftigte 60 % des letzten Nettogehalts als Kurzarbeitergeld, Beschäftigte mit mindestens einem Kind 67 %. Ab dem vierten Bezugsmonat kann das Kurzarbeitergeld unter bestimmten Voraussetzungen auf 70% beziehungsweise 77% erhöht werden, vom dem achten Bezugsmonat an sind Zahlungen von 80% beziehungsweise 87% möglich.

Gerne stehen wir Ihnen jederzeit für weitergehende Fragen zu diesem Thema zur Verfügung, wenden Sie sich hierfür gerne und jederzeit an uns! Über unsere Zentrale,
Tel. 08841 – 676970 wird Ihr Anliegen direkt an unsere Expertinnen und Experten weitergegeben.

Sprechen Sie uns gerne an und – bleiben Sie gesund!

Neue Mitarbeiter

 

Zum 01.04. 2021 begrüßen wir Herrn Markus Fiutak als neuen Mitarbeiter am Standort in Murnau. Er wird unser Lohnteam verstärken.

 

 

 

Zum 01.04. 2021 begrüßen wir Frau Antonie Drey aus Ihrer Elternzeit zurück. Sie wird das Team von Frau Geigl am Standort in Murnau unterstützen.

 

 

 

 

 

Webseminare – dr.schauer academy

Webseminare – dr.schauer academy

Aktuell bieten wir Ihnen folgende neue kostenlose Webseminare an:

 


🔶 Webseminar: Optimierung der Abrechnung in der Arztpraxis
Ihre Praxis ist vollbestellt, Sie sind ausgelastet und dennoch sind Ihre Honorare nicht zufriedenstellend? Dann lohnt sich ein Blick darauf. Denn eine gute Abrechnung bildet eine elementare Basis für Ihre Praxisoptimierung. Um Ihre Abrechnung optimieren und steuern zu können, sollten Sie wissen, wo Sie stehen. Eine zeitnahe Steuerung und eine vorausschauende Planung der Patientenzahlen, Leistungen und Umsätze sind also das A & O. Nehmen Sie sich die Zeit und machen Sie sich Ihre Zeit dadurch im wahrsten Sinne kostbarer. Profitieren Sie von hilfreichen Tipps sowie dem notwendigen Know how rund um die Optimierung Ihrer Abrechnung die Ihnen unser Experte Herr Markus Kottmann in diesem Webseminar näher bringt.

Ihr Referent: Hr. Markus Kottmann, Vorstand Vertrieb, AAC AG Praxisberatung
Termin: Mi. 05.05.2021, 13.00 Uhr, Dauer 60 Minuten, max. 100 Teilnehmer
▶ Anmeldung: hier


🔶 Webseminar: Rund ums Thema Bitcoin
Sicherlich haben Sie vom Begriff „Bitcoin“ schon einmal etwas gehört und vielleicht sogar bereits mit dem Gedanken gespielt, in die digitale Währung zu investieren? Allerdings fragen Sie sich noch: Was ist ein Bitcoin genau? Und wie funktioniert eine Kryptowährung überhaupt? Unser Referent Herr Dr. Manuel Peter vermittelt Ihnen in diesem Webseminar die grundlegenden Basics rund um den Bitcoin und gibt Ihnen Antworten auf all Ihre Fragen.

Ihr Referent: Hr. Dr. Manuel Peter, Volkswirt und Investment Stratege, Deutsche Apotheker- und Ärztebank
Termin: Mi. 19.05.2021, 13.00 Uhr, Dauer 60 Minuten, max. 100 Teilnehmer
▶ Anmeldung: hier


🔶 Webseminar: Photovoltaik und E – Mobilität – eine perfekte Kombi
Die Tankstelle auf dem eigenen Dach? Klingt sensationell, finden Sie nicht?
Die Kombination von Solarenergie und Elektrofahrzeugen ermöglichen nicht nur neue und wegweisende Nutzungskonzepte für Privathaushalte und Unternehmen, die neuen Förderzuschüsse und wachsende Zulassungen von Elektroautos treiben auch den Markt. In diesem Webseminar vermittelt Ihnen unser Referent Herr Dr. Ralf Erich Schauer nicht nur einen ersten Überblick von der Idee bis zur fertigen Ladelösung, sondern zeigt Ihnen auch auf, wie sich klassische Fallstricke vermeiden lassen.

Ihr Referent: Hr. Dr. Ralf Erich Schauer, Diplom-Kaufmann, Steuerberater, Partner
Termin: Mi. 09.06.2021, 13.00 Uhr, Dauer 60 Minuten, max. 100 Teilnehmer
▶ Anmeldung: hier

 

Weitere Webinare folgen in Kürze…

 

 

Wir suchen Sie!

Zu unseren Stellenanzeigen.

 

 

Neue Mitarbeiter

 

Zum 01.03. 2021 begrüßen wir Frau Astrid Keles als neue Mitarbeiterin am Standort in Murnau. Sie wird uns als Steuerassistentin im Team von Frau Martina Franke verstärken.

 

 

 

Zum 01.03. 2021 begrüßen wir Frau Alice Wunder als neue Mitarbeiterin am Standort in Murnau. Sie wird uns als Steuerassistentin im Team von Frau Martina Franke verstärken.

 

 

 

Zum 15.03. 2021 begrüßen wir Frau Vera Alivkin als Werkstudentin. Sie wird uns an unseren Standort in München verstärken.

 

 

 

 

Webinare – dr.schauer academy

Melden Sie sich jetzt an!

Webinar: Lösungsorientierte Kommunikation im herausfordernden Berufsalltag
„Reden lernt man nur durch reden“ – wie wahr dieses Sprichwort doch sein mag, bestätigt Ihnen unsere Referentin Frau Regine Woywod bestimmt. In diesem einstündigen Webinar geht es vor allem um die Kommunikation mit Patienten/Kunden, aber auch um die Kommunikation mit Ihren Mitarbeitern. Lernen Sie bestimmte Kommunikationskniffe sowie Strategien im Umgang mit anspruchsvollen Patienten/Kunden kennen und profitieren Sie von hilfreichen Tipps bezüglich positiven Formulierungen in Gesprächen von unserer Expertin.

Ihr Referentin: Fr. Regine Woywod, Kommunikationstrainerin, Inhaberin von WORT:GUT Kommunikation in Mönchengladbach
Termin:  Mi. 14.04.2021, 13.00 Uhr, Dauer 60 Minuten, max. 100 Teilnehmer
Anmeldung: 
hier

 

Weitere Webinare folgen in Kürze…

 

 

Publikation

Anbei ein interessantes Fachthema von Herr Prof. Dr. Kastenbauer erschienen in der NWB, 2021, S. 849 ff.

„Tankgutschein und Werbeflächenentgelt zur Nettolohnoptimierung“

 

 

Wir suchen Sie!

 

Neue Mitarbeiter

Zum 21.01.2021 begrüßen wir Frau Elisabeth Steimer als neue Mitarbeiterin am Standort in Murnau. Sie wird uns als Steuerassistentin im Team von Herrn Stephan Endres verstärken.

 

 

 

Zum 15.02.2021 begrüßen wir Frau Michaela Schraml als neue Mitarbeiterin am Standort in Murnau. Sie wird unser Lohnteam verstärken.

 

 

 

 

Webinare – dr.schauer academy

Wir bieten Ihnen auch in diesem Jahr wieder ein umfangreiches Webinarangebot an. Profitieren Sie vom umfassenden Fachwissen und dem Know-how unserer Referenten die Ihnen dies praxisnah, umsetzbar und lebendig präsentieren und melden Sie sich jetzt direkt für unsere Webinare an.

 

Webinar: Ihre Praxiskennzahlen – Basis für das erfolgreiche Praxismanagement
Sicher durch die Betriebswirtschaft! Wie beurteile ich die wirtschaftliche Situation meiner Praxis? Welche Auswertungen/Instrumente stehen zur Verfügung und wie lassen sich diese analysieren? Und was genau sagt eigentlich meine BWA aus? All diese Fragen beantwortet Ihnen unser Referent Herr Florian Bumberger in diesem Webinar.

Ihr Referent: Hr. Florian Bumberger, Wirtschaftsfachwirt, Bankkaufmann
Termin: Mi. 24.02.2021, 13.00 Uhr, Dauer 60 Minuten, max. 100 Teilnehmer

Anmeldung: hier

 

Webinar: Aktueller denn je: Erbfolge / Vorsorgeplanung
Aufgrund der Unsicherheit und Ungewissheit im Zusammenhang mit der Coronavirus-Pandemie erreichten uns in den letzten Monaten vermehrt Anfragen, hinsichtlich der Beratung auf die Vorsorge für den Krankheits- und Todesfall. In unserem Webinar möchten wir Ihnen einen kurzen Überblick verschaffen, welche Maßnahmen zur rechtlichen Vorsorge unseres Erachtens zwingend erforderlich sind und welche entsprechenden Regelungen daher jedem Mandanten geraten werden können.

Ihr Referent: Hr. Stefan Meier, Steuerberater, Rechtsanwalt
Termin: Di. 02.03.2021, 13.00 Uhr, Dauer 60 Minuten, max. 100 Teilnehmer

Anmeldung: hier

 

Weitere Webinare folgen in Kürze…

Neue Mitarbeiter

Wir begrüßen zum 01.01.2021 ganz herzlich Frau Klaudia Kluge, als Steuerberaterin im Team von Frau Anja Geigl am Standort in Murnau.

 

 

 

Zum 01.01.2021 begrüßen wir Herrn Marko Langner-Tschach als neuen Mitarbeiter. Er wird uns als Steuerassistent im Team von Herrn Stephan Freiberger am Standort in München verstärken.

 

 

Wir begrüßen zum 19.01.2021 Frau Tiffany Sollacher als Unterstützung im Verwaltungsteam am Standort in München. Frau Sollacher wird in Zukunft am Empfang sowie am Telefon für Sie zuständig sein.

 

 

 

Herzlich Willkommen und guten Start!

 

 

Publikation

Anbei ein interessantes Fachthema von Herr Prof. Dr. Kastenbauer erschienen in der NWB 2021, Seite 45ff.

„Arbeitsunfälle in der Sozialgerichtsbarkeit 2020“  

Betriebsurlaub

Weihnachten – Zeit zur Entspannung und Erholung. Auch wir nutzen diese Tage zwischen Heiligabend und Neujahr, um neue Kräfte zu sammeln, und haben deshalb vom 24.12.2020 bis einschließlich 01.01.2021 Betriebsurlaub.

Ab Montag, den 04.01.2021 erreichen Sie uns wieder wie gewohnt.

Wir bedanken uns für die gute Zusammenarbeit in diesem Jahr und wünschen Ihnen und Ihrer Familie ein gesegnetes Weihnachtsfest und ein erfolgreiches neues Jahr 2021

Newsletter vom 02.12.2020

 

Sehr geehrte Damen und Herren,

die Corona-Pandemie wird uns und unsere Wirtschaft noch einige Zeit in Atem halten. Zusammenhalt und Solidarität sind daher weiter das Gebot der Stunde. Der Bund und die Länder versuchen Unternehmen und ihre Beschäftigten in dieser schweren Zeit nicht alleine zu lassen und sehen somit auch im Dezember Unterstützungsangebote (wie die sogenannte Dezemberhilfe) vor und verbessern auch die Überbrückungshilfe nochmal deutlich. Alle Neuerungen und Details haben wir nachfolgend für Sie zusammengefasst:

 

Die Dezemberhilfe im Überblick:

– Das Finanzvolumen der Dezemberhilfe wird sich voraussichtlich auf ca. 4,5 Milliarden Euro pro Woche der Förderung belaufen.

– Antragsberechtigt sind direkt von den temporären Schließungen betroffene Unternehmen, indirekt betroffene und mittelbar indirekt betroffene Unternehmen entsprechend den Regelungen der Novemberhilfe.

– Mit der Dezemberhilfe werden im Grundsatz erneut Zuschüsse von bis zu 75 Prozent des Umsatzes aus Dezember 2019 anteilig für die Anzahl an Tagen der Schließung im Dezember 2020 gewährt. Das europäische Beihilferecht erlaubt eine Förderung von derzeit insgesamt bis zu einer Million Euro ohne konkrete Nachweise eines Schadens. Soweit es der beihilferechtliche Spielraum der betroffenen Unternehmen angesichts schon bislang gewährter Beihilfen zulässt, wird für die allermeisten Unternehmen der Zuschuss in Höhe von bis zu 75 Prozent des Umsatzes des Vorjahresmonats auf dieser Grundlage gezahlt werden können. Zuschüsse zwischen einer und vier Millionen Euro nach der Bundesregelung Fixkostenhilfe wurden von Brüssel genehmigt. Die Bundesregierung wird sich zudem im Gespräch mit der Europäischen Kommission dafür einsetzen, dass die Höchstbeträge für Kleinbeihilfen und Fixkosten des Temporary Framework deutlich erhöht werden. Für Zuschüsse von über 4 Millionen Euro sind weitere Abstimmungen mit der Europäischen Kommission nötig, um eine gesonderte Genehmigung auf Basis des Schadensausgleichs des EU-Beihilferechts zu erreichen.

– Die Antragstellung wird aktuell vorbereitet. Eine genauere zeitliche Aussage ist derzeit noch nicht möglich. Die Antragstellung wird aber wieder über die IT Plattform der Überbrückungshilfe (www.ueberbrueckungshilfe-unternehmen.de) erfolgen können. Der Antrag wird wie bei der Novemberhilfe über Steuerberater, Wirtschaftsprüfer oder andere Dritte erfolgen. Soloselbstständige, die nicht mehr als 5.000 Euro Förderung beantragen, können die Anträge mit ihrem ELSTER Zertifikat direkt stellen.

 

Die Überbrückungshilfe III im Überblick:

– „November- und Dezember-Fenster“ in der Überbrückungshilfe: Erweiterung des Zugangs zu den Überbrückungshilfen für die Monate November bzw. Dezember 2020 auch für Unternehmen, die im Vergleich zum jeweiligen Vorjahresmonat einen Umsatzeinbruch von mindestens 40 Prozent erlitten haben und keinen Zugang zur Novemberhilfe und/oder Dezemberhilfe hatten. So wird weiteren Unternehmen geholfen, die von den Schließungsmaßnahmen im November und Dezember 2020 hart getroffen wurden, ohne von der November- und/oder Dezemberhilfe erfasst zu sein. Im Übrigen bleibt es bei der Zugangsschwelle von 50 Prozent Umsatzrückgang für zwei aufeinanderfolgende Monate bzw. 30 Prozent seit April 2020.

– Erhöhung des Förderhöchstbetrags pro Monat von bisher 50.000 Euro auf 200.000 Euro und Ausweitung der Antragsberechtigung durch den Wegfall der Beschränkung auf kleine und mittlere Unternehmen. Nunmehr sind alle Unternehmen bis maximal 500 Millionen Euro Jahresumsatz in Deutschland antragsberechtigt.

– Die Situation von Soloselbständigen wird besonders berücksichtigt. Da sie meist nur geringe Fixkosten nach dem Kostenkatalog – wie Mieten oder Leasingkosten – nachweisen können und daher von der Überbrückungshilfe bisher wenig profitierten, können sie alternativ zum Einzelnachweis der Fixkosten künftig eine einmalige Betriebskostenpauschale in Höhe von 25 Prozent des Vergleichsumsatzes in Ansatz bringen – die „Neustarthilfe“. So erhalten sie einen einmaligen Betrag von bis zu 5.000 Euro als Zuschuss.

– Der Katalog erstattungsfähiger Kosten wird erweitert um bauliche Modernisierungs-, Renovierungs- oder Umbaumaßnahmen für Hygienemaßnahmen bis zu 20.000 Euro. Damit wird Unternehmen geholfen, die Anstrengungen unternehmen, um die Hygieneanforderungen zu erfüllen. Außerdem sind Marketing- und Werbekosten maximal in Höhe der entsprechenden Ausgaben im Jahre 2019 förderfähig.

– Abschreibungen von Wirtschaftsgütern werden bis zu 50 Prozent als förderfähige Kosten anerkannt. So kann etwa ein Schausteller, der ein Karussell gekauft hat und per Kredit oder aus dem Eigenkapital finanziert hat, die Hälfte der monatlichen Abschreibung als Kosten in Ansatz bringen.

– Die branchenspezifische Fixkostenregelung für die Reisebranche wird erweitert. Das Ausbleiben oder die Rückzahlung von Provisionen von Reisebüros  bzw. vergleichbaren Margen von Reiseveranstaltern wegen Corona-bedingter Stornierungen und Absagen bleiben förderfähig. Die vorherige Begrenzung auf Pauschalreisen wird aufgehoben. Auch kurzfristige Buchungen werden berücksichtigt. Außerdem sind für die Reisewirtschaft zusätzlich zu der Förderung von Provisionen oder Margen im ersten Halbjahr 2021 auch externe sowie durch eine erhöhte Personalkostenpauschale abgebildete interne Ausfallkosten für den Zeitraum März bis Dezember 2020 förderfähig.

– Unternehmen der Veranstaltungs- und Kulturbranche können für den Zeitraum März bis Dezember 2020 Ausfallkosten geltend machen. Dabei sind sowohl interne als auch externe Ausfallkosten förderfähig.

– Mit einem Sonderfonds für die Kulturbranche ist unter anderem mit Bonuszahlungen für Kulturveranstaltungen vorgesehen, das Risiko von Veranstaltungsplanungen in der unsicheren Zeit der Pandemie abzufedern. Zu den Details laufen derzeit noch die Arbeiten.

– Soloselbständige sind künftig bis zu einem Betrag von 5.000 Euro unter besonderen Identifizierungspflichten direkt antragsberechtigt (also auch ohne Einschaltung z.B. von Steuerberater*innen).

Wir halten Sie natürlich auf dem Laufenden!

Bei Rückfragen hierzu stehen wir Ihnen jederzeit gerne zur Verfügung! Über unsere Zentrale, Tel.+49 (0) 8823/8754 wird Ihr Anliegen direkt an unsere Expertinnen und Experten weitergegeben.

Sprechen Sie uns gerne an und – bleiben Sie gesund!

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