Diesen Monat für Sie entworfen:

Anja Geigl
Steuerberaterin
Fachberaterin für den Heilberufebereich (IFU/ISM gGmbH)
Zertifizierte Wirtschaftsmediatorin
Managing Partner
anja.geigl@dr-schauer.de

 


 

Stundenlang Papiere wälzen und Formulare ausfüllen – viele Menschen drücken sich lieber davor und geben keine Steuererklärung ab. Doch damit lassen Sie sich womöglich viel Geld durch die Lappen gehen!

Dabei sollten Sie aber nicht all die vielen kleinen Dinge vergessen, die Sie ganz einfach von der Steuer absetzen können. Und dazu gehört nicht nur die bekannte Pendlerpauschale mit immerhin 30 Cent pro Kilometer.

 

1. Die Arbeiten im Haushalt

Ob Renovierung oder Wartungsarbeiten– anteilig können Sie diese von der Steuer absetzen, nämlich immerhin 20 Prozent. Das gilt allerdings nur für die Arbeit, nicht für die Materialkosten.

 

2. Die Haushaltshilfe

Auch wenn Sie die Arbeit nicht selbst erledigen: Kosten für eine Haushaltshilfe, ein Kindermädchen oder einen Gärtner können Sie als haushaltsnahe Dienstleistungen ebenfalls zu 20 Prozent absetzen.

 

3. Dienstwagen

Wer zum Beispiel das Benzin für seinen Dienstwagen aus der eigenen Tasche bezahlt, kann diese als Werbungskosten in der Steuererklärung angeben.

Voraussetzung ist: Der Arbeitnehmer nutzt den Dienstwagen auch privat und versteuert den Vorteil pauschal nach der Ein-Prozent-Regelung. Alternativ kann auch ein Fahrtenbuch geführt werden, in dem berufliche und private Fahrten dokumentiert werden. Also fleißig Tankquittungen sammeln und mit der Steuererklärung einreichen.

 

 4. Der Umzug

Wer berufsbedingt umzieht, kann die Kosten als Werbungskosten absetzen. Sogar für einen rein privaten Umzug können Sie einen Teil der Kosten absetzen.

 

5. Die Geburtstagsfeier

Wenn Sie Kollegen zu einer kleinen Feier einladen, sind das ebenfalls Werbungskosten, die absetzbar sind.

 

6. Die Brille, Medikamente und sonstige „Belastungen“

Brillen oder Kontaktlinsen können Sie als „außergewöhnliche Belastung“ von der Steuer absetzen. Das gilt auch für Medikamente oder Behandlungen, die nicht die Krankenkasse zahlt. Auch Pflegekosten oder Beerdigungskosten gelten steuerlich als „außergewöhnliche Belastungen“.

 

7. Die Weiterbildung

Alles, was Sie beruflich weiterbringt, können Sie von der Steuer absetzen. Darunter fallen Bewerbungskosten ebenso wie Fachbücher oder Fachzeitschriften und Seminare.

 

8. Die Spenden

Wer Geld spendet oder selbst ehrenamtlich arbeitet, kann das in der Steuererklärung angeben.

 

9. Die Versicherungen

Altersvorsorge, Unfall- oder Haftpflichtversicherung – können Sie ebenfalls in der Steuererklärung angeben.

 

10. Das Telefon und Internet

Wenn Sie Ihren privaten Internetanschluss und das Telefon für berufliche Zwecke benutzen, allerdings mit nur 20 Prozent oder maximal 20 Euro im Monat.